Tierschutz

Tierschutz auf Lanzarote

Tierschutz ist am effektivsten durch Engagement vor Ort. Seit Jahren sorgen aktive Helfer mit Rat und Tat sowie durch Aufklärungskampagnen und Veranstaltungen für eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema, und passive Helfer für die Finanzierung. Schulklassen besuchen regelmäßig ein Tierheim, und Presseberichte über misshandelte oder ausgesetzte Tiere lösen mittlerweile Wellen der Empörung aus.

Eine positive Trendwende hat erfreulicherweise eingesetzt: Tötungsstationen sind mittlerweile in Tierheime umgewandelt worden, und eine immer größer werdende Anzahl Lanzaroteños setzt sich als Volontäre für ausgesetzte Hunde/Tiere ein. 2015 wurde bei der Polizei der Hauptstadt Arrecife die UPAMA (Unidad Protección Animal y Medio Ambiente), eine Sondereinheit für Tier- und Umweltschutz eingerichtet. Der seit Jahren privat im Tierschutz sehr engagierte Polizist Fran Godoy ist seitdem dort auch hauptberuflich als unermüdlicher „Aufklärer und Retter“ auf der ganzen Insel aktiv.

Schon seit Jahren werden Hunde nicht mehr ausschließlich als Hüte-, Jagd- oder Wachhunde gehalten und „entsorgt“, sobald sie ausgemustert oder krank werden, sondern als Haustiere ins Herz geschlossen. Zahlreiche Rassen sind mittlerweile präsent auf der Insel.

Ausgesetzte, misshandelte oder schlecht gehaltene Tiere gibt es leider nach wie vor – es gibt noch einiges zu tun.

Gut gemeint ist nicht automatisch gut geraten

Der Trend hält an, herrchen- und/oder frauchenlose Hunde insbesondere mit dem Argument des Tierschutzes aus dem Ausland zu importieren. Am bequemsten funktioniert das heutzutage per Internet und Mausklick vom heimischen Sofa aus. Die rührenden, aber nicht immer der Wahrheit entsprechenden „Hundeportraits“ lassen das Herz schnell erweichen. Das Gefühl, etwas Gutes zu tun, indem ein Hund „gerettet“ wird, führt in vielen Fällen zu einer hastigen Adoptionsentscheidung – und zu einem florierenden Geschäft mit der Ware Importhund.

Die möglichen Probleme und Folgen einer Ad-hoc-Adoption gelangen oftmals erst ins Bewusstsein, wenn sich das neue Familienmitglied trotz bester und geduldiger Bemühungen nicht so verhält wie erwartet oder erwünscht.

Adoptieren Sie bewusst und behutsam

Beispiele:

In diesem lesenswerten Blog mit dem Titel „Zara verzaubert“ mit dem Untertitel „Eine Bardina aus Lanzarote auf ihrem Weg in die Welt“ wird dokumentiert, was unternommen werden kann, um Fehler bei der Adoption eines Hundes möglichst zu vermeiden.